St. Johannis in Fürth-Burgfarrnbach

Kirchturm
Bildrechte: Kirchengemeinde Fürth St. Johannis

„Deutschlands schönster Dorfkirchturm“ ist aus allen Himmelsrichtungen ein markanter Blickfang. Die Sandsteinkirche mit dem Satteldach ist Heimat der evangelischen Christen in Burgfarrnbach, Unterfarrnbach und Atzenhof. Sie ist eine der ältesten Wehrkirchen unserer Gegend; als Kapelle wurde sie 1287 erstmals urkundlich erwähnt.

1349 wurde St. Johannis - bis dahin Filiale von St. Martin/Fürth - auf Veranlassung des Ritters Rapoto von Külsheim eigenständige Pfarrei. Die heutige Kirche wurde in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts im gotischen Stil errichtet; den wunderschönen Chorturm mit dem Spitzhelm und den vier Scharwachttürmen (vermutlich vom Nürnberger Stadtbaumeister Hans Behaim d.Ä.) verdankt sie einer Stiftung aus dem Nachbarort Seukendorf.

Pfingstalter
Bildrechte: Kirchengemeinde Fürth St. Johannis

Mehrere bedeutende Grabdenkmäler - auch das des Rapoto von Külsheim - und Totenschilder fränkischer Adelsgeschlechter schmücken den Innenraum und die südliche Portalvorhalle. Die Kirche litt im 30-jährigen Krieg schwer; mit dem nachfolgenden Wiederaufbau erhielt sie auch ihren heutigen Innenraum im Barockstil mit Altar, Kanzel, Taufstein und Orgel. Sehr viel später konnten im Chorraum wieder Fresken aus der Bauzeit freigelegt werden.